16.12.2018

Wohin geht die Reise?

Zurzeit sind die Diskussionen über Alternativantriebe in aller Munde. Angeheizt von der Sorge über die schwindenden Rohölvorkommen und das umweltbewusste Denken der Menschen. Es wird mit Holzvergaser, Holz- Benzin, Plastik- Schreddergut und vielen Anderem experimentiert. Die Erfolge sind allerdings mäßig. Wir wollen hier ein paar Entwicklungen aufzeichnen und die für und Wider dieser Experimente vorstellen.

Solarbetriebene Fahrzeuge

Dabei handelt es sich um leichte Fahrzeuge mit wenig Sicherheitspotenzial, die eine immense Dachfläche benötigen, um die Photovoltaik- Zellen zu platzieren. Diese Fahrzeuge werden sich bei uns in Mitteleuropa nicht durchsetzen können, da wir über das Jahr gesehen zu wenig Sonnenstunden haben.

Holzvergaser

Wer mit einem Holzvergaser fahren will, benötigt ein recht großes Fahrzeug um den Selbigen zu montieren. Des Weiteren braucht man einen nicht unwesentlich großen Vorrat an Brennstoff, was sich wiederum auf das Ladevolumen auswirkt. Das Fahren mit einem Holzvergaser ist auch abhängig von dem Zeitpunkt, wann der Kessel beheizt worden ist. Mal schnell einzukaufen ist dann unmöglich. Fazit: fehlendes Ladevolumen, zu schwierig zu handhaben, unflexibel

Holzbenzin und Bio-Öle

Holzbenzin und Bio-Öle Diese Brennstoffe sind in der Herstellung energetisch sehr hoch. Man sagt, dass ca. 60% der Energie aus einem Liter Pflanzenöl benötigt werden, um diesen herzustellen. Das ist keine hohe Energie- Effizienz. Des weiteren würde die gesamte Fläche von Deutschland nicht ausreichen, um genügend Brennstoff für das heutige Fahraufkommen produzieren zu können.

Wasserstoff

Wasserstoff hat eine sehr hohe Energiedichte, eigentlich optimal für einen Antrieb. Aber die Herstellung von Wasserstoff ist ein wahrer Energiefresser. Helle Köpfe haben deshalb gemeint, dass man die Herstellungsenergie über Photovoltaik produzieren kann. Dieses ist technisch machbar, aber in unseren Breiten nicht. Bei der Standortsuche wurden Südspanien und Nordafrika in Betracht gezogen. Allerdings ist ein neues Problem aufgetreten: der Transport. Wasserstoff verflüchtigt sich. Bis heute gibt es keine Materialien für Tanks, die den Wasserstoff über einen längeren Zeitraum ohne Verlust speichern können. Die besten Tank- Materialen lassen am Tag ca. 1% des Wasserstoffes in die Umwelt ab. Das heißt, das sich in ca. 100 Tagen der Tank von alleine gelehrt hat.

Elektroantriebe

Elektroantriebe Auf den ersten Blick ist es eine saubere Sache, allerdings wird in den Medien verschwiegen, dass der Strom auch produziert werden muss. Die Produktion findet auch in Kohle- und Atomkraftwerken statt, unter diesem Gesichtspunkt verschwindet das Image als sauberer Antrieb. Der Dreck wird anderswo erzeugt. Des weiteren sind die Kohle- und Uranvorkommen in absehbarer Zeit ebenfalls erschöpft.

Autogas

Autogas wird aus Erdgas gewonnen und deren Vorkommen sind auch irgendwann erschöpft. Die Technik der Einspritzung ist ausgereift, allerdings gibt es vermehrt Schäden an den Motoren. Das ist die Folge der wesentlich höheren Verbrennungstemperatur des Gases im Vergleich zu Benzin. Ein normaler Benzinmotor, umgerüstet auf Gas, hat im Regelfall eine wesentlich niedrigere Lebenserwartung.

Fazit

Es muss noch viel getüftelt werden, die Ingenieure sind gefragt, um eine Fortbewegung zu entwickeln, die zeitgemäß und ohne fossile Energie auskommt.